Über unseren Garten

Unser Garten ist 500 qm² groß. Mein Mann und ich haben ihn mit dem Haus 2008 übernommen. Zuvor war es der Garten meiner Großeltern, deshalb habe ich gleich viele schöne Erinnerungen mit dem Garten verbunden. Früher war er hauptsächlich Nutzgarten, bis ihn meine Großeltern nicht mehr bewirtschaften konnten. So bestand er zum Zeitpunkt unseres Einzugs hauptsächlich aus pflegeleichter Wiese und einigen mittlerweile zu großen Tannen im Vorgarten. Seit wir eingezogen sind hat sich nach und nach viel verändert unsere Familie ist gewachsen und der Garten ist für meine Familie und mich zu unserem kleinen Paradies geworden, mit schönen Staudenbeeten, gemütlichen Plätzchen, einem Gemüsegarten und vielem mehr.

Samstag, 8. Dezember 2018

ganzjährig blühende Beete








Schöne Beete rund ums Jahr!
Wie machst du das, dass es bei dir immer blüht, fragen mich oft Freunde. Was es dafür braucht? Hier mein persönliches Rezept für ein blühendes Beet vom Frühling bis zum Herbst :


Beim anlegen eines Beetes arbeite ich gerne mit einem Pflanzplan oder auf jeden Fall aber mit einer Pflanzenliste. Die Auswahl der Pflanzen sollte dem Standort also den Lichtverhältnissen, der Feuchtigkeit und Bodenbeschaffenheit des Standortes angepasst sein.
Für die Bepflanzung verwende ich gerne Stauden, Zwiebelblüher, ein- oder zweijährige Sommerblumen und blühende sowie immergrüne Gehölze.
Warum diese Mischung? Ich selbst finde es einfacher mit einer Kombination aus diesen einzelnen Elementen zu arbeiten, um abwechslungsreiche Beete, mit langer Blütezeit zu gestallten. Warum beschreibe ich euch einfacher im Zusammenhang.
Grundsätzlich ist wichtig zu wissen, dass sich ein Beet meist von der Höhe nach hinten hin staffelt. Das bedeutet, die höheren Pflanzen setzt man eher in den hinteren Teil, dazu gehören natürlich auch die meisten Gehölze. Es soll aber nicht als starre Regel verstanden werden, sondern als Hilfestellung. Ganz vereinfacht gesagt, steht eine hohe Pflanze vorne im Beet,so versperrt sie die Sicht auf dahinter liegende Pflanzen.



Auch hier gilt aber, jede Regel hat eine Ausnahme. Solch eine Ausnahme wäre wenn die größere Pflanze eine gewisse Transparenz hat, so kann man hindurchsehen oder wenn die dahinterliegenden Pflanzen gleich hoch sind also das Beet in diesem Bereich insgesamt in der Höhe ansteigt. Solche Brüche schaffen Spannung. Bei einer wiesenartigen Bepflanzung, kann die Höhenstaffelung ebenfalls aufgehoben werden um den gewünschten natürlichen Effekt zu erzielen. Auch in modernen Pflanzungen gibt es die klassische Höhenstaffelung manchmal nicht.
Nun aber zu den Gehölzen, sie bilden in Beet eine Art Gerüst oder Rahmen, mit ihren Ästen bringen sie auch im Winter Struktur und Höhe ins Beet. Durch farbiges, immergrünes oder besonders schönes Laub, können gut ausgewählte Gehölze in einem Beet einen schönen Aspekt, über die ganze Vegetationsperiode hindurch schaffen. Im Herbst zeigen viele Gehölze eine prächtige Herbstfärbung, diesen Vorteil kann ich bei der Beetgestaltung ebenfalls sehr schön einsetzen. Mit einem herbstfärbenden Gehölz, an der richtigen Stelle, kann ich im Beet nochmal ein sehr schönes Highlight im späten Jahr schaffen.



Auch im zeitigen Frühjahr wenn viele Stauden erst austreiben, bringen oft, die früh blühenden Gehölze und die Zwiebelblüher mit ihrer Blütenpracht, den ersten schönen Frühlingsflor in das Beet. 



Die Zwiebelblüher sind sowieso eine ganz wunderbare Ergänzung in einen Beet. Sie benötigen relativ wenig Platz und trotzdem zaubern sie, für einen ganz bestimmten Zeitpunkt im Jahr, ein tolles Blütenmeer. Meiner Erfahrung nach wirken Zwiebeln aber nur wirklich schön wenn sie zu mehreren eingesetzt werden. Eine einzelne Tulpe sieht Nichts gleich aber schon eine Menge von 9 oder mehr Tulpen wirkt in einem kleinen Beet ganz anders. Dabei gibt es die Möglichkeit ganz strikt bei ein und derselben Sorte zu bleiben oder aber auch zB bei Tulpen oder Narzissen unterschiedliche Farben miteinander zu kombinieren. Ebenfalls sehr schön ist es, gleich mehrere ganz unterschiedliche Zwiebelblüher zusammen zu pflanzen. Es gibt nicht nur Zwiebelblüher für den Frühling sondern man kann eigentlich das ganze Jahr hindurch sein Beet, mit diesen schönen kleinen Schätzen ergänzen. Oft sind sie bei mir auch in Zeiten, in denen wenig Anderes blüht das Highlight im Beet. 


Allium Globemaster

Narcissus poeticus

Gladiolus cummunis byzantinus


Die ein oder zweijährigen Sommerblumen, können sehr gut in Lücken im Beet gepflanzt werden und bilden mit ihrer oft langanhaltenden Blühte eine wunderbar fröhliche und dankbare Ergänzung im Beet. Ich persönlich mag da, die eher unkomplizierten Kandidaten, wie die Jungfer im Grünen oder den Fingerhut auch die Stockrosen gehören zu denjenigen, die sich einfach direkt ins Beet sähen lassen oder sich sogar selbst ihre Plätze durch Aussaht suchen. Natürlich kann man auch etliche dieser dankbaren Pflänzchen vorziehen und dann genau dort einsetzen, wo man sie im Beet haben möchte. Mir persönlich ist es nur zu aufwändig sie Vorzuziehen außerdem ist der Platz auf meiner Fensterbank schon fürs Gemüse reserviert. 



Anthriscus sylvestris Ravenswing

Hibiscus trionum Verbena bonariensis

Digitalis purpures


Nun aber zum Schwerpunkt meines gemischten Beetes, diesen bilden die Stauden. Bei der Planung eines Beetes würde ich immer die Stauden und die Gehölze zuerst berücksichtigen, um dann mit Sommerblumen und Zwiebeln zu ergänzen. Das schöne an den Stauden ist ihre Beständigkeit. Über Jahre hinweg erfreuen sie uns mit ihrer Blütenpracht und wachsen und gedeihen. Es gibt unendlich viele Stauden, in allen Farben, Formen, Höhen und mit den verschiedensten Blühperioden von Frühling bis in den Herbst. Ein unerschöpflicher Fundus sozusagen, für Blütenfreude durch das ganze Jahr hindurch. Bei der Planung empfiehlt es sich zuerst zu überlegen, was für einen Charakter mein Beet haben soll, soll es eher natürlich aussehen, vielleicht ähnlich einer Blumenwiese oder wie in einem Bauerngarten, gibt es ein Farbkonzept oder soll es wild bunt sein, die Möglichkeiten sind vielzählig und jeder kann seine Kreativität ganz nach seinem persönlichen Geschmack ausleben. Wichtig ist nur eine Vision, ein Ziel vor Augen zu haben wo die Reise hingehen soll. Ich finde Beete ohne Konzept wirken oft nicht stimmig. Ein Beet das wahllos mit einzelnen Pflanzen, die mir gefallen, bestückt ist kann schnell unruhig wirken. Wenn ich diese Vision ,der Anmutung meines Beetes habe dann beginne ich passend dazu Stauden auszuwählen. Bei der Auswahl sollte unbedingt der Blühzeitraum beachtet werden. Wenn ich mein Beet im Juni anlege und in der Gärtnerei nur Pflanzen kaufe, die gerade blühen, blüht mein Beet eben nur im Juni. Aber es gibt einige Tricks mit denen ich gerne arbeite, um eine lange Blühdauer zu erreichen. Bei den Stauden gibt es  Dauerblüher, die über einen langen Zeitraum durchblühen dazu gehören Nepeta x faassenii und Calamintha nepeta. Außerdem gibt es Stauden, die durch einen gezielten Rückschnitt mehrmals im Jahr oder über einen längeren Zeitraum blühen wie Salvia nemorosa . Zudem verwende ich dann auch noch gerne Stauden mit attraktivem Laub wie Heuchera oder mit schönen Samenständen wie Echinacea. Mit diesen Multitalenten an Stauden kann ich auf relativ kleinem Raum langanhaltend schöne Effekte im Beet erzeugen.



Blattschmuck Heuchera

Salvia nemorosa

Nepeta faassenii Walkers Low

Calamitha nepeta Blue Cloud

E
s gibt einige Dinge, die ich bei meiner Planung immer gerne im Hinterkopf behalte. Dazu möchte ich das Beet mit einem Theaterstück vergleichen um die Beschreibung zu vereinfachen. Also in meinem Beet ist es wie bei einem Theaterstück, in dem es verschiedene Rollen zu besetzen gibt.

Es gibt meist mindestens einen oder besser mehrere Hauptdarsteller, die hervorstechen sollen. Diese können als einzelne Pflanzen gesetzt werden, die Nebendarsteller und die Komparsen werden meist in Gruppen verwendet, also mindestens drei, besser fünf oder mehr Exemplare einer Art. 


Hauptdarsteller Echinacea, Nebendarsteller Polygonum amplexicaule Roseum, Komparsen Pennisetum

Hauptdarsteller Phlox, Nebendarsteller Geranium Rozanne, Komparsen Heuchera, Brunnera macrophylla Jack Frost

Eine Ausnahme sind dabei auch wieder besonders naturhafte, wiesenartige Pflanzungen oder sehr modern angelegte Beete weil diese eine andere Wirkung erzielen sollen, wird mit den, ich nenne es mal `traditionellen Regeln`, öfter bewusst gebrochen. Bei mir in meinem klassischen Beet gibt es entweder einen Hauptdarsteller, mit langer Blütezeit oder mehrere Hauptdarsteller, die sich sozusagen mit blühen ablösen. Auch Nebendarsteller können vorübergehend, für kurze Zeit, die Hauptrolle im Beet übernehmen. Sie sind in ihrer Erscheinung nicht ganz so auffällig wie die Hauptdarsteller aber können in der Gruppe durchaus auch sehr prächtig wirken. Als Komparsen setze ich gerne Pflanzen ein, die nicht so auffällig sind sondern durch Beständigkeit punkten, wie zu Beispiel durch schönes Laub oder eine schöne Struktur und natürlich auch oft durch eine langanhaltende aber dezente Blüte. Im Beet selbst werden die Hauptdarsteller auf eine, von allen Seiten gut einsehbare, exponierte Position gesetzt, sie sollen ja Raum für ihren großen Auftritt haben. Die Nebendarsteller und die Komparsen werden entweder in kleinen, sich wiederholenden Gruppen, um die Hauptdarsteller drapiert oder man kann sie sozusagen in geschwungenen Reihen, die sich wie Bänder durchs Beet ziehen pflanzen. Dabei achte ich auch immer ein wenig darauf, dass sich die verschieden Blütezeitpunkte ganz gleichmäßig auf die Gesamtfläche des Beetes verteilen. Wenn das mal nicht so möglich ist, verwende ich gerne Stauden, die neben der Blüte schöne Aspekte wie Laub oder Samenstände aufweisen um trotzdem ein attraktives Bild zu erhalten. Sonst blüht womöglich, die rechte Seite des Beetes nur im Frühling und ist dafür, den Rest des Jahres hindurch recht langweilig. Ich versuche bei meinen Pflanzungen immer, dass ich an jeder Stelle des Beetes etwas für den Frühling, den Sommer und den Herbst habe. Das ist manchmal etwas kniffelig aber solange die Pflanzen noch nicht im Beet sind kann ich ja daran feilen bis es alles passt. Worauf ich auch gerne achte, sind Blüten- und Blattstrukturen abwechslungsreich zu gestalten aber das ist glaube ich nochmal ein Thema für sich. Einen Tipp dazu möchte ich aber trotzdem gerne weitergeben, er ist einfach und deshalb genial. Ein Gärtner hat mir mal geraten die Blüten, die miteinander also zur gleichen Jahreszeit blühen, abzupflücken und aneinander zu halten, um zu sehen ob sie gut miteinander harmonieren. So das wären meine persönlichen Tipps für ganzjährig blühende Beete und den wichtigsten Tipp gibt es natürlich zum Schluss: Das Ganze ist ein kreativer Prozess, Fehler und Versuche sind jederzeit erlaubt und sogar erwünscht denn nur so kann sich etwas entwickeln. Vielleicht kann man es so sehen, es ist wie eine Komposition, bei der ihr nur ein paar Regeln im Kopf behalten müsst um ansonsten ganz kreativ und frei selbst zu komponieren. Es macht wirklich Spaß und falls es euch am Ende nicht ganz gefällt, Stauden kann man auch immer nochmal verpflanzen, es ist nichts Endgültiges daran. Ein Beet wächst und entwickelt sich oft auch anders wie geplant und wir können glücklicherweise jederzeit eingreifen um etwas zu verändern oder zu regulieren.


Ein Beet durch das Gartenjahr



















Freitag, 3. August 2018

Wildbienchens neues Häusle und Wildbienchens Rundflug

Wildbienenhäusle


Das Insektensterben ist ja momentan in aller Munde und immer mehr Menschen fragen sich was sie beitragen können um die wunderbare und nützliche Vielfalt zu erhalten. Aus diesem Grund wird jetzt  wieder viel berichtet und diskutiert. So bin auch ich, glücklicherweise muss ich sagen, wieder einmal intensiver mit dem Thema konfrontiert worden und manches auf das ich gestoßen bin war sehr hilfreich und Informativ aber durch die momentan hohe Präsents des Themas war auch einiges dabei, wohinter ich erst mal ein Fragezeichen setzen würde. Alles in allem ist es als Naturliebhaber aber auch als Laie, in punkto Wildbienen nicht ganz einfach sich im Dschungel der Informationen und der kommerziellen Angebote zurecht zu finden. Im Internet bin ich auf eine Seite gestoßen, die ich wirklich sehr empfehlen kann weil sie ausschließlich auf fundiertem Fachwissen beruht. Es ist die Seite von Paul Westrich  https://www.wildbienen.info/artenschutz/nisthilfen_02a.php dort finden Interessierte eine genaue Beschreibung, wie eine Wildbienennisthilfe eingerichtet werden kann sowie Hilfe zur Bestimmung der verschiedenen Wildbienenarten und natürlich auch deren Futterpflanzen. In unserem Garten bieten wir schon lange eine große Vielfalt an Pflanzen an, die Wildbienen als Nahrung dienen, mehr dazu unter bienenfreundlicher Garten und auch ein sogenanntes "Insektenhotel" gibt es schon lange. Bisher wurde dieses meiner Meinung nach auch sehr gut besucht, allerdings hauptsächlich von einer Art Wildbienen und zwar der gehörnten Mauerbiene.
Das "Insektenhotel" steht bei uns seit ca. 7 Jahren und wir haben es ohne große Vorkenntnisse oder Recherche damals gebaut und eingeräumt, wie wahrscheinlich die meisten unbedarften Menschen, die gerne Wildbienen beobachten möchten und auch ihr Gewissen beruhigen möchten, etwas für die Wildbienen getan zu haben. Durch die nun intensivere Auseinandersetzung mit dem Thema, ist mir schnell klar geworden, dass in unserem "Insektenhotel" einiges an unnützem und unsinnigem Material verbaut worden ist und auch die Ausrichtung also der Standort nicht wirklich ganz optimal ist. Also Beschloss ich es besser zu machen um mehr Arten von Wildbienen eine Nistmöglichkeit anzubieten. Die Kinder und ich beobachten die Wildbienen sehr gerne und wenn bisher, im zeitigen Frühjahr, die gehörnten Mauerbienen, wie wild um unser Häusle fliegen, ist es für uns ein großes Vergnügen davor zu stehen und dem munteren Treiben zuzuschauen.
Die noch falsch gesägten Harthölzer, ein paar davon sind auch
 im neuen Wildbienenhäusle wieder von uns verwendet da sie ja bereits besiedelt wurden .
Man sieht allerdings ganz deutlich die Risse im Holz
durch die Feuchtigkeit eintreten kann und die Brut gefährdet. 
Der für mich erste und Wichtigste Punkt war, dass es keine "Insektenhotels" gibt. Das die Wildbienen und andere Insekten wie zum Beispiel Marienkäfer oder Ohrenzwicker oder Schmetterlinge völlig unterschiedliche Bedürfnisse haben und niemals zusammen in ein Hotel ein und wieder auschecken würden, wie lächerlich schon die Vorstellung ist wenn man mal ernsthaft darüber nachdenkt. Also haben wir uns für eine Wildbienennisthielfe entschieden und weil sie hauptsächlich dazu dienen sollte bei den Kindern Interesse und Verständnis für die Vielfalt der heimischen Wildbienen zu wecken bekam das Ganze den kindgerechteren Namen Wildbienenhäusle denn in unserem Häusle(schwäbisch für Haus) werden auch Kinder groß;)
Den Ohrenzwickern und Marienkäfern haben wir anderswo einen andersartigen Unterschlupf bereit gestellt. Das vorhandene Häusle wurde ausgeräumt und Unnützes wie Zapfen und Lochziegel hochkant rausgeschmissen. Nun war die Frage was kann den Wildbienen tatsächlich als Nisthilfe dienen, dazu habe eine Vielzahl von Nistmöglichkeiten auf Internetseiten, in Naturschutzshops, Infoportalen, Facebookgruppen gefunden und war aber damit manchmal auch überfordert. Ich für meinen Teil habe beschlossen, mich auf die Dinge zu konzentrieren, die bereits im alten "Insektenhotel" gut von den Wildbienen angenommen wurden und diese dann evtl. noch zu verbessern und auszubauen. Dazu gehörte das Hartholz mit den unterschiedlich großen Bohrungen, allerdings dieses mal richtig gebohrt, nämlich quer zur Faser sozusagen seitlich und nicht ins Stirnholz. Was auch schon immer gut angenommen wurde, waren die Bambusstäbe also sollten sie im neuen Wildbienenhäusle auch wieder einen Platz finden. Dann wollte ich noch ein paar neue Nismöglichkeiten anbieten, ich hatte von Pappröhrchen gehört, die sehr gut angenommen werden sollten und von einen Bienenstein aus gebranntem Ton mit Löchern versehen, diese zwei neuen Elemente sollten auch noch im Bienenhäusle Platz finden. der Plan stand fest und die ganze Familie trug ihren Teil bei, dass Wildbienenhäusle neu einzuräumen, um einer größeren Vielfalt von Wildbienenarten Unterschlupf und Nistmöglichkeiten anzubieten. Mein Mann sägte das Hartholz ( Robinie) zu, ich bohrte und feilte anschließend die Löcher. Mit den Kindern habe ich Schilf in Stücke geschnitten und gebündelt jetzt musste nur noch der Bienenstein und die Pappröhrchen gekauft werden. Da der besagte Bienenstein nirgendswo zu bekommen war (leider überall auf Monate ausverkauft) haben wir zwei ähnliche Modelle aus ungebranntem Ton gekauft und selber Zwei, wie ich finde wunderschöne, Bienensteine mit den Kindern getont und gebrannt. Allerdings wird bisher weder das eine noch das Andere besucht, es wird sich zeigen ob es letztendlich rausgeschmissenes Geld und Mühe war oder ob die Bienen einfach nur etwas länger brauchen um die neuen Nisthilfen anzunehmen. Das Gleiche gilt für die besagten Pappröhrchen, bisher wurden sie nicht von den Wildbienen angenommen. Wieder einmal ist, wie so oft im Garten, beobachten und eventuell nachbessern angesagt. Auf jeden Fall nutzen durch die quer zur Holzfaser verlaufenden Bohrungen, schon viel mehr Wildbienenarten unser Häusle und wir haben dadurch schon ganz erstaunliche Beobachtungen machen können, die Groß, wie Klein staunend und fasziniert vor dem Häusle stehen lassen, dass ist für mich der wertvollste Gewinn und auch wenn manches vielleicht aufwändig war und einiges sich vielleicht nicht bewährt, es hat Spaß gemacht und wir bleiben weiterhin Lernende, solange wir nur mit offenen Augen beobachten.

Das neu eingeräumte Wildbinenhäusle

Nur einige der neu beobachteten Wildbienenarten seit der Umgestaltung



Eine kleine Überraschung für euch 
Wildbienchens Flug über den Garten, viel Spaß wünsch ich euch










Donnerstag, 21. Juni 2018

Totholz

Totholz schön und nützlich im Garten

Mögt ihr auch Waldspatziergänge so gerne? Vor allem im Sommer wenn es warm und schwühl ist liebe ich es im Wald spazieren zu gehen. Die Luft dort ist so herrlich frisch und es duftet nach Erde und Laub, einfach wunderbar. Ich finde im Wald herrscht eine ganz besondere Atmosphäre, es ist so schön still und ruhig. Das allgegenwärtige Grün ist eine Wohltat für die Augen und die Seele. Nach einem anstrengendem Tag kann man bei einem Spaziergang durch den Wald wieder zur Ruhe kommen und sich erden. Auch im Garten mag ich eine natürliche, waldähnliche Stimmung und verwende dafür auch mal gerne Fundstücke, wie schöne Steine, Äste, Schneckenhäuser und auch Wurzeln. So war es gar keine Frage, dass diese schöne übrig gebliebene Wurzel auch wieder Verwendung im Garten fand.


Der Platz dafür war schnell gefunden, die wilde, halbschattige Ecke am Holzschopf sollte es sein, dort sind schon einige Farne, Hostas und eine Hängelärche neben einer Tränenkiefer gepflanzt, zusammen mit der Wurzel sollte eine schöne Waldatmosphäre entstehen.
Also haben wir die Wurzel etwas gestutz und sie mit der Säge so bearbeitet, dass sie gerade steht anschließend haben wir sie dann an ihren zugedachten Platzt geschleift. Wurzelholz ist ganz schön hart und schwer;) dass weiß ich jetzt aus eigener Erfahrung. Als die Wurzel endlich an ihrem Platz war konnte für mich der schöne Teil beginnen, das Bepflanzen. Das die Wurzel oder der Baumstumpf hol ist, fand ich von Anfang an toll und hatte auch sofort die Vorstellung, man könnte dort ganz wunderbar etwas einpflanzen. Den Farn hatte ich noch übrig und was passt besser zu einer Wurzel als ein Farn. Ich finde das Ergebnis wirklich schön, was meint ihr?


Nicht nur schön sondern auch Nützlich, Totholz lebt!

Bei uns im Garten findet man einiges an Totholz darunter Baumstümpfe, Wurzeln und auch einen kleinen Tothlzhaufen aus Ästen außerdem gibt es da noch unseren Pavillon, den Kinderspielturm sowie einige Sichtschutzelemente, die zum Teil ungeschält und aus unbehandeltem Hartholz gebaut sind und somit auch irgendwie zum Totholz dazu zurechnen sind. Es ist mir wichtig ist in meinem Garten auch Lebensraum für Tiere und Insekten zu schaffen deshalb finde ich es selbstverständlich auch dem Lebensraum Totholz einen festen Platz im Garten zu geben und wenn möglich auf natürliche Baumaterialien zurückzugreifen.
Totholz ist Lebensraum, je nach Standort, ob sonnig oder eher schattig stehend, ist es besiedelt und bewohnt von verschiedensten Moosen, Flechten, Algen und Pilzen und auch von den unterschiedlichsten Insekten, bei entsprechender Größe sogar von kleinen Tieren. Bei uns im Garten ist das meiste Totholz von Moosen und Flechten überzogen und es haben sich hier und da Baumpilze angesiedelt. Auch Käfer, wie der Marienkäfer scheinen die Spalten und Kerben im Totholz als Überwinterungsquartier zu nützen. Bockkäfer, Asseln und Ameisen finden im Totholz ihren Lebensraum.Wenn mal einen genauen Blick unter oder auf das Holz wirft wimmelt es nur so von kleinen Lebewesen. Die große Holzbiene und andere Wildbienenarten, die ich so gerne beobachte, wie sie die Blüten bestäuben, brauchen das Totholz als ihren Lebensraum ebenso wie die Bunt-/ und Grünspechte, die uns hier immer wieder besuchen um sich die leckeren Larven aus dem Holz zu picken. Diese kleinen Elemente im Garten, sind für mich wie Inseln des Lebens auf den ein eigener kleiner Mikrokosmos angesiedelt ist, dem ich gerne unterschlupf in meinem Garten bieten möchte. Hier einig Bilder aus unserem Garten.


Marienkäfer aufgenommen im März an einem der ersten warmen Tage im Jahr

Buntspecht

Holzbiene

Blauvioletter Scheibenbock