Über unseren Garten

Unser Garten ist 500 qm² groß. Mein Mann und ich haben ihn mit dem Haus 2008 übernommen. Zuvor war es der Garten meiner Großeltern, deshalb habe ich gleich viele schöne Erinnerungen mit dem Garten verbunden. Früher war er hauptsächlich Nutzgarten, bis ihn meine Großeltern nicht mehr bewirtschaften konnten. So bestand er zum Zeitpunkt unseres Einzugs hauptsächlich aus pflegeleichter Wiese und einigen mittlerweile zu großen Tannen im Vorgarten. Seit wir eingezogen sind hat sich nach und nach viel verändert unsere Familie ist gewachsen und der Garten ist für meine Familie und mich zu unserem kleinen Paradies geworden, mit schönen Staudenbeeten, gemütlichen Plätzchen, einem Gemüsegarten und vielem mehr.

Freitag, 3. August 2018

Wildbienchens neues Häusle und Wildbienchens Rundflug

Wildbienenhäusle


Das Insektensterben ist ja momentan in aller Munde und immer mehr Menschen fragen sich was sie beitragen können um die wunderbare und nützliche Vielfalt zu erhalten. Aus diesem Grund wird jetzt  wieder viel berichtet und diskutiert. So bin auch ich, glücklicherweise muss ich sagen, wieder einmal intensiver mit dem Thema konfrontiert worden und manches auf das ich gestoßen bin war sehr hilfreich und Informativ aber durch die momentan hohe Präsents des Themas war auch einiges dabei, wohinter ich erst mal ein Fragezeichen setzen würde. Alles in allem ist es als Naturliebhaber aber auch als Laie, in punkto Wildbienen nicht ganz einfach sich im Dschungel der Informationen und der kommerziellen Angebote zurecht zu finden. Im Internet bin ich auf eine Seite gestoßen, die ich wirklich sehr empfehlen kann weil sie ausschließlich auf fundiertem Fachwissen beruht. Es ist die Seite von Paul Westrich  https://www.wildbienen.info/artenschutz/nisthilfen_02a.php dort finden Interessierte eine genaue Beschreibung, wie eine Wildbienennisthilfe eingerichtet werden kann sowie Hilfe zur Bestimmung der verschiedenen Wildbienenarten und natürlich auch deren Futterpflanzen. In unserem Garten bieten wir schon lange eine große Vielfalt an Pflanzen an, die Wildbienen als Nahrung dienen, mehr dazu unter bienenfreundlicher Garten und auch ein sogenanntes "Insektenhotel" gibt es schon lange. Bisher wurde dieses meiner Meinung nach auch sehr gut besucht, allerdings hauptsächlich von einer Art Wildbienen und zwar der gehörnten Mauerbiene.
Das "Insektenhotel" steht bei uns seit ca. 7 Jahren und wir haben es ohne große Vorkenntnisse oder Recherche damals gebaut und eingeräumt, wie wahrscheinlich die meisten unbedarften Menschen, die gerne Wildbienen beobachten möchten und auch ihr Gewissen beruhigen möchten, etwas für die Wildbienen getan zu haben. Durch die nun intensivere Auseinandersetzung mit dem Thema, ist mir schnell klar geworden, dass in unserem "Insektenhotel" einiges an unnützem und unsinnigem Material verbaut worden ist und auch die Ausrichtung also der Standort nicht wirklich ganz optimal ist. Also Beschloss ich es besser zu machen um mehr Arten von Wildbienen eine Nistmöglichkeit anzubieten. Die Kinder und ich beobachten die Wildbienen sehr gerne und wenn bisher, im zeitigen Frühjahr, die gehörnten Mauerbienen, wie wild um unser Häusle fliegen, ist es für uns ein großes Vergnügen davor zu stehen und dem munteren Treiben zuzuschauen.
Die noch falsch gesägten Harthölzer, ein paar davon sind auch
 im neuen Wildbienenhäusle wieder von uns verwendet da sie ja bereits besiedelt wurden .
Man sieht allerdings ganz deutlich die Risse im Holz
durch die Feuchtigkeit eintreten kann und die Brut gefährdet. 
Der für mich erste und Wichtigste Punkt war, dass es keine "Insektenhotels" gibt. Das die Wildbienen und andere Insekten wie zum Beispiel Marienkäfer oder Ohrenzwicker oder Schmetterlinge völlig unterschiedliche Bedürfnisse haben und niemals zusammen in ein Hotel ein und wieder auschecken würden, wie lächerlich schon die Vorstellung ist wenn man mal ernsthaft darüber nachdenkt. Also haben wir uns für eine Wildbienennisthielfe entschieden und weil sie hauptsächlich dazu dienen sollte bei den Kindern Interesse und Verständnis für die Vielfalt der heimischen Wildbienen zu wecken bekam das Ganze den kindgerechteren Namen Wildbienenhäusle denn in unserem Häusle(schwäbisch für Haus) werden auch Kinder groß;)
Den Ohrenzwickern und Marienkäfern haben wir anderswo einen andersartigen Unterschlupf bereit gestellt. Das vorhandene Häusle wurde ausgeräumt und Unnützes wie Zapfen und Lochziegel hochkant rausgeschmissen. Nun war die Frage was kann den Wildbienen tatsächlich als Nisthilfe dienen, dazu habe eine Vielzahl von Nistmöglichkeiten auf Internetseiten, in Naturschutzshops, Infoportalen, Facebookgruppen gefunden und war aber damit manchmal auch überfordert. Ich für meinen Teil habe beschlossen, mich auf die Dinge zu konzentrieren, die bereits im alten "Insektenhotel" gut von den Wildbienen angenommen wurden und diese dann evtl. noch zu verbessern und auszubauen. Dazu gehörte das Hartholz mit den unterschiedlich großen Bohrungen, allerdings dieses mal richtig gebohrt, nämlich quer zur Faser sozusagen seitlich und nicht ins Stirnholz. Was auch schon immer gut angenommen wurde, waren die Bambusstäbe also sollten sie im neuen Wildbienenhäusle auch wieder einen Platz finden. Dann wollte ich noch ein paar neue Nismöglichkeiten anbieten, ich hatte von Pappröhrchen gehört, die sehr gut angenommen werden sollten und von einen Bienenstein aus gebranntem Ton mit Löchern versehen, diese zwei neuen Elemente sollten auch noch im Bienenhäusle Platz finden. der Plan stand fest und die ganze Familie trug ihren Teil bei, dass Wildbienenhäusle neu einzuräumen, um einer größeren Vielfalt von Wildbienenarten Unterschlupf und Nistmöglichkeiten anzubieten. Mein Mann sägte das Hartholz ( Robinie) zu, ich bohrte und feilte anschließend die Löcher. Mit den Kindern habe ich Schilf in Stücke geschnitten und gebündelt jetzt musste nur noch der Bienenstein und die Pappröhrchen gekauft werden. Da der besagte Bienenstein nirgendswo zu bekommen war (leider überall auf Monate ausverkauft) haben wir zwei ähnliche Modelle aus ungebranntem Ton gekauft und selber Zwei, wie ich finde wunderschöne, Bienensteine mit den Kindern getont und gebrannt. Allerdings wird bisher weder das eine noch das Andere besucht, es wird sich zeigen ob es letztendlich rausgeschmissenes Geld und Mühe war oder ob die Bienen einfach nur etwas länger brauchen um die neuen Nisthilfen anzunehmen. Das Gleiche gilt für die besagten Pappröhrchen, bisher wurden sie nicht von den Wildbienen angenommen. Wieder einmal ist, wie so oft im Garten, beobachten und eventuell nachbessern angesagt. Auf jeden Fall nutzen durch die quer zur Holzfaser verlaufenden Bohrungen, schon viel mehr Wildbienenarten unser Häusle und wir haben dadurch schon ganz erstaunliche Beobachtungen machen können, die Groß, wie Klein staunend und fasziniert vor dem Häusle stehen lassen, dass ist für mich der wertvollste Gewinn und auch wenn manches vielleicht aufwändig war und einiges sich vielleicht nicht bewährt, es hat Spaß gemacht und wir bleiben weiterhin Lernende, solange wir nur mit offenen Augen beobachten.

Das neu eingeräumte Wildbinenhäusle

Nur einige der neu beobachteten Wildbienenarten seit der Umgestaltung



Eine kleine Überraschung für euch 
Wildbienchens Flug über den Garten, viel Spaß wünsch ich euch










Donnerstag, 21. Juni 2018

Totholz

Totholz schön und nützlich im Garten

Mögt ihr auch Waldspatziergänge so gerne? Vor allem im Sommer wenn es warm und schwühl ist liebe ich es im Wald spazieren zu gehen. Die Luft dort ist so herrlich frisch und es duftet nach Erde und Laub, einfach wunderbar. Ich finde im Wald herrscht eine ganz besondere Atmosphäre, es ist so schön still und ruhig. Das allgegenwärtige Grün ist eine Wohltat für die Augen und die Seele. Nach einem anstrengendem Tag kann man bei einem Spaziergang durch den Wald wieder zur Ruhe kommen und sich erden. Auch im Garten mag ich eine natürliche, waldähnliche Stimmung und verwende dafür auch mal gerne Fundstücke, wie schöne Steine, Äste, Schneckenhäuser und auch Wurzeln. So war es gar keine Frage, dass diese schöne übrig gebliebene Wurzel auch wieder Verwendung im Garten fand.


Der Platz dafür war schnell gefunden, die wilde, halbschattige Ecke am Holzschopf sollte es sein, dort sind schon einige Farne, Hostas und eine Hängelärche neben einer Tränenkiefer gepflanzt, zusammen mit der Wurzel sollte eine schöne Waldatmosphäre entstehen.
Also haben wir die Wurzel etwas gestutz und sie mit der Säge so bearbeitet, dass sie gerade steht anschließend haben wir sie dann an ihren zugedachten Platzt geschleift. Wurzelholz ist ganz schön hart und schwer;) dass weiß ich jetzt aus eigener Erfahrung. Als die Wurzel endlich an ihrem Platz war konnte für mich der schöne Teil beginnen, das Bepflanzen. Das die Wurzel oder der Baumstumpf hol ist, fand ich von Anfang an toll und hatte auch sofort die Vorstellung, man könnte dort ganz wunderbar etwas einpflanzen. Den Farn hatte ich noch übrig und was passt besser zu einer Wurzel als ein Farn. Ich finde das Ergebnis wirklich schön, was meint ihr?


Nicht nur schön sondern auch Nützlich, Totholz lebt!

Bei uns im Garten findet man einiges an Totholz darunter Baumstümpfe, Wurzeln und auch einen kleinen Tothlzhaufen aus Ästen außerdem gibt es da noch unseren Pavillon, den Kinderspielturm sowie einige Sichtschutzelemente, die zum Teil ungeschält und aus unbehandeltem Hartholz gebaut sind und somit auch irgendwie zum Totholz dazu zurechnen sind. Es ist mir wichtig ist in meinem Garten auch Lebensraum für Tiere und Insekten zu schaffen deshalb finde ich es selbstverständlich auch dem Lebensraum Totholz einen festen Platz im Garten zu geben und wenn möglich auf natürliche Baumaterialien zurückzugreifen.
Totholz ist Lebensraum, je nach Standort, ob sonnig oder eher schattig stehend, ist es besiedelt und bewohnt von verschiedensten Moosen, Flechten, Algen und Pilzen und auch von den unterschiedlichsten Insekten, bei entsprechender Größe sogar von kleinen Tieren. Bei uns im Garten ist das meiste Totholz von Moosen und Flechten überzogen und es haben sich hier und da Baumpilze angesiedelt. Auch Käfer, wie der Marienkäfer scheinen die Spalten und Kerben im Totholz als Überwinterungsquartier zu nützen. Bockkäfer, Asseln und Ameisen finden im Totholz ihren Lebensraum.Wenn mal einen genauen Blick unter oder auf das Holz wirft wimmelt es nur so von kleinen Lebewesen. Die große Holzbiene und andere Wildbienenarten, die ich so gerne beobachte, wie sie die Blüten bestäuben, brauchen das Totholz als ihren Lebensraum ebenso wie die Bunt-/ und Grünspechte, die uns hier immer wieder besuchen um sich die leckeren Larven aus dem Holz zu picken. Diese kleinen Elemente im Garten, sind für mich wie Inseln des Lebens auf den ein eigener kleiner Mikrokosmos angesiedelt ist, dem ich gerne unterschlupf in meinem Garten bieten möchte. Hier einig Bilder aus unserem Garten.


Marienkäfer aufgenommen im März an einem der ersten warmen Tage im Jahr

Buntspecht

Holzbiene

Blauvioletter Scheibenbock


Montag, 21. Mai 2018

Erfreuliches und Nerviges

Der Garten im Mai und Änderungen auf Grund des neuen Datenschutzgesetzes


So, endlich schaffe ich es mal wieder etwas von mir hören zu lassen, die Umsetzung der neuen Datenschutzverordnung hat mir die letzten Wochen sehr viel meiner Zeit geraubt und außerhalb des Internets gibt es ja auch noch ein reales Leben, mit einem realen Garten. Da wir ja nächsten Monat im Rahmen der offenen Gärten, der Staudenfreunde unsere Gartenpforte öffnen, um unsere Leidenschaft mit anderen interessierten Menschen zu teilen, gibt es in unserem Garten auch noch einiges zu tun. Also ihr merkt schon im Moment ist es soviel, dass ich manchmal rigoros Dinge hinten anstellen muss. Das ist der Grund dafür, dass hier im Blog auch die letzten Wochen so still war. Außerdem muss ich gestehen, dass mir die ganzen rechtlichen Neuerungen und vor allem, der damit verbundene Aufwand, für so kleine Blogger wie mich, die Lust am Schreiben etwas vermiest haben. Vieles hier auf meinem Blog habe ich umgestellt, verändert und zum Teil auch rausgeschmissen aber oft ist das Ganze nicht so einfach. Ich kenne mich mit den ganzen technischen Dingen nicht wirklich aus, in mir schlägt ein Gärtnerherz und nicht das eines Programmierers. Das mein Blog von Blogger/ Blogspot also letztendlich von Google gehostet wird macht es nicht einfacher sondern erschwert finde ich so Manches weil ich als Betreiber auf Vieles keinen direkten Einfluss habe. Ich hoffe ihr könnt euch mit der Neuerungen und der minimalistischeren Ausführung meines Blogs gut anfreunden. Bis zum inkrafttreten der DSGVO sind es jetzt noch wenige Tage und das Meiste habe ich glaube ich geschafft trotzdem sind noch einige der Baustellen nicht ganz gelöst aber der Garten ist im Moment so schön, dass ich das unbedingte Bedürfnis hatte die Bilder mit euch zu teilen. Gerade in sehr anstrengenden Zeiten gibt mir der Garten Ruhe und Kraft, für mich ist er wie ein Schatz mein geheimer Platz um wieder zu mir zu finden und mich auf die wesentlichen Dinge zu fokussieren. In diesem Sinne wünsche ich euch viel Freude beim Bilder anschauen ganz liebe, noch etwas weiter sehr beschäftigte, Grüße eure Saskia

Einblicke Rhododendron und Cercis bilden den Rahmen 


Links und rechts unseres Weges blühen die Iris barbata,
 ein wenig wie bei Monet, den ich so liebe


Clematis recta purpurea, gerade knospig mit ihrem schönen Laub

Was für Schönheiten die Natur doch so einfach von selbst hervorbringt
wie diesen Akeleisämling


Rasenwege schlängeln sich durch unseren Garten




Ich mag Kontraste auch im Laub,
das feine zarte Laub des Acer palmatum Koto no ito
und die großen Blätter des Rheum palmatum.
Daran kann ich mich zur Zeit gar nicht satt sehen.


Cornus kousa ist dieses Jahr auch prächtig am blühen
nachdem ihn letztes Jahr der Spätfrost dahingerafft hat

Im Gemüsegarten wächst auch alles gut, außer die Bohnen
irgendwie wollen sie nicht keimen.


Hosta 

Mein kleiner Dschungel mit Tiger 

In der hinteren Ecke des Gartens, treibt es der Schatten bunt.
Dort dürfen alle Farben blühen, es ist der wildeste Bereich meines Gartens