Über unseren Garten

Unser Garten ist 500 qm² groß. Mein Mann und ich haben ihn mit dem Haus 2008 übernommen. Zuvor war es der Garten meiner Großeltern, deshalb habe ich gleich viele schöne Erinnerungen mit dem Garten verbunden. Früher war er hauptsächlich Nutzgarten, bis ihn meine Großeltern nicht mehr bewirtschaften konnten. So bestand er zum Zeitpunkt unseres Einzugs hauptsächlich aus pflegeleichter Wiese und einigen mittlerweile zu großen Tannen im Vorgarten. Seit wir eingezogen sind hat sich nach und nach viel verändert unsere Familie ist gewachsen und der Garten ist für meine Familie und mich zu unserem kleinen Paradies geworden, mit schönen Staudenbeeten, gemütlichen Plätzchen, einem Gemüsegarten und vielem mehr.

Donnerstag, 8. Juni 2017

1X1 der Beetgestaltung

Ganzjährig blühende und abwechlungsreiche Beete, ohne zu viel Pflege!


Das hört sich erst mal an, wie eine etwas unrealistische Werbung eines Gartendesigners,
Ist aber durchaus möglich. Zu diesem Post haben mich zwei sehr wunderbare und langjährig erfahrene Gärtner von den Studentenfreunden inspiriert. Ich bin selbst Mitglied bei den Staudenfreunden und kann es nur weiterempfehlen, denn wie gesagt bekommt man in diesem Verein der Staudenliebhaber wunderbare Anregungen, viele hilfreiche Tipps , man kann sich tolle Gärten anschauen und lernt viele nette Menschen kennen. Aber nun zurück zu den Beeten:
Um ganzjährig schöne Beete ohne zu viel Pflegeaufwand zu gestalten muss man meiner Meinung nach einige Grundregeln beachten und wenn man dazu noch etwas experimentierfreudig ist und sich von Fehlschlagen nicht entmutigen lässt, sondern sie nützt um Neues zu wagen dann kann das jedem gelingen.

Es gilt zu beachten.

  • Welche Lichtverhältnisse habe ich an dem gewünschten Standort
  • Ist es eine eher trockene oder feuchte Gartenpartie
  • Ist der Boden schwer mit hohem Lehm Anteil, für die Anfänger wäre dafür die beste Umschreibung wie Ton, Humos so wie z. B Waldboden oder Sandig
Danach wählt man die Pflanzen aus, dabei kann man sich online behelfen,dort gibt es zahlreiche Gärtnereien die, die Lebensbereiche der Pflanzen sehr gut beschreiben. Natürlich sind auch die Staudengärtnereien vor Ort sehr kompetent und können euch bestimmt bei der Auswahl helfen. Ich Versuche immer zu erfahren, wo meine Pflanzen, an ihrem natürlichen Standort wachsen, dazu nutze ich gerne Wikipedia, mit diesem Wissen kann man auch meist die Ansprüche ableiten. Außerdem finde ich es auch spannend zu erfahren woher die Pflanzen stammen, so erkennt man nämlich ganz schnell, dass unsere Gärten auch, und zwar schon seit langer Zeit, Multikulti sind. Schon viele der alten Bauerngartenpflanzen stammen z.B.aus Asien.

Als nächstes sollte man Pflanzen wählen, die gut harmonieren.
  • Ausbreitunsfreudige auch neben starke Partner setzen und ihnen genug Platz einräumen um sich entfalten zu können
  • die sensiblen, die nicht so stark zum wuchern neigen, neben entsprechende Partner oder mit viel Abstand zu den dominanten Kollegen
  • Die Wanderer, die sich gerne aussähen sind gute Lückenfüller vorausgesetzt sie lassen sich wenn sie unerwünscht sind auch wieder leicht entfernen, sonst werden sie schnell lästig. Man kann in diesem Fall aber die Samenstände vor der Reife entfernen und sie so am umherstreunen hindern.


Zu den gestalterischen Aspekten 

  • Der Blütezeitpunkt sollte über das Jahr verteilt sein, ein guter Trick dabei ist es, zwischendurch Dauerblüher zu setzen, es gibt Stauden die über mehrere Monate blühen,. Dazu kommen dann die Stars, die nur für kurze Zeit mit ihrer Pracht im Rampenlicht stehen. Ich greife auch gerne auf remontierende Stauden zurück um den Blütezeitpunkt zu verlängern. Remontierend bedeutet wenn man sie direkt nach der Blüte schneidet blühen sie mit etwas Dünger später noch ein zweites Mal. Bei der Auswahl könnt ihr die oben bereits genannten Hilfsmittel zu Rate ziehen.

Delphinium magic fountain remontierend



Geranium jolly bee Dauerblüher und Phlox remontierend



Nepeta faassenii walkers low Duerblüher, Allium Globemaster und Iris barbata alle in lila, blau Tönen




  • Die Blütenfarben sollten entweder harmonieren oder im gewollten Kontrast stehen, dazu ist aber zu sagen, dass generell das schön ist was ihr persönlich als schön empfinde.


    Rund und Lang: Allium Globmaster und Salvia nemorosa caradonna Dauerblüher und remontierend


  • Ich persönlich empfinde auch Strukturen in einem Beet sehr wichtig, es gibt ja auch ein nach der Blüte. deshalb achte ich auch auf die Blattformen das sie abwechlungsreich sind und schön zueinander im Kontrast stehen.
  • längliche Blätter und eher Runde, Hemerocallis und Heuchera


  • Ein Ruhepol in Form einer großblättrigen Staude, eines Grases oder eines, in Form und Farbe ruhigen, Formgehölzes wie Buchs oder Eibe ergibt ebenfalls einen Ruhepol. Das empfindet unser Auge als angenehm und die blühenden Schönheiten gewinnen dadurch außerdem wird bei den Gräsern und immergrünen Formgeholzen auch ein schöner Winteraspekt erzeugt.
unterschiedliche Blattstrukturen Akanthus, Darmera peltata und Tsunga canadensis pendula immergrün
Nepeta, Campanula, Anthriscus sylvestris Raven Wing, Salix helvetica


  • Es gibt bei den Blättern der Stauden unterschiedliche Farbtöne, mit denen sich schöne Akzente setzen lassen, dazu gehören die verschiedenen Grüntöne und auch die dunkellaubigen oder panaschierten Blätter verwende ich gerne um damit eine schöne Wirkung in einem Beet erzielen.

Rodgersia purdomii, heuchera,Hakonechloa macra, Aureola, Ligularia dentata

  • Viele Stauden haben einen schönen Herbstaspekt in dem sie ihr Laub in prächtige herbstliche Farben umschlagen. So bekommt man mit ein und derselben Staude einen schönen Aspekt an zwei verschiedenen Zeiten einmal an der Hauptblüte und einmal im Herbst. Da lacht das Gärtnerherz.
Darmera peltata und Onoclea sensibilis


Hosta, Hydrangea quercifolia und  Pinus parviflora glauca immergrün


  • Gehölze sind für mich in einem Beet wichtig. da folge ich gerne dem Vorbild der English Broder bei der Gehölze mit Blüte und Blatt ein wichtiges Gestaltungselement sind.
    Pyrus salicifolia Pendula und Sambucus nigra blach lace zwei meiner lieblings Gehölze
  • Nicht zu vergessen ist die Höhenstaffelung in der Regel wird ein Beet von frone nach hinten flach also niedrig wachsende Stauden zu hohen gestaffelt wobei ich finde das ein hohern bereich im fordern Teil der nur wenig nach hinten ansteigt und sich von seinen flächeren Nachbarn etwas abhebt auch sehr schön ist und es sieht dann nicht so "Gemacht" sonder Natürlicher aus wie ich finde.
Ich hoffe ich kann mit diesem Post einigen von euch anregen und Mut machen selbst einmal die Gestaltung eines Staudenbeetes auszuprobieren. Falls ihr noch etwas wissen wollt traut euch ruhig einen Kommentar zu hinterlassen.

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